Mit dem Fuß wippen, mit den Fingern trommeln, an etwas herumspielen oder immer wieder dieselbe Bewegung machen: Viele von uns tun solche Dinge ganz automatisch.
Solche wiederholten Bewegungen oder Verhaltensweisen können Formen von Stimming sein. Besonders häufig wird Stimming im Zusammenhang mit Autismus und ADHS thematisiert - es kommt aber auch bei anderen Menschen vor.
Was genau dahintersteckt, warum sich Stimming gut anfühlen kann und welche Rolle Knete dabei spielen kann, erfährst du hier.
Was ist Stimming?
„Stimming“ ist die Kurzform für „self-stimulatory behavior“, also selbststimulierendes Verhalten. Gemeint sind wiederholte Bewegungen, Geräusche oder andere sensorische Verhaltensweisen.
Stimming kann ganz unterschiedlich aussehen:
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mit den Fingern trommeln oder schnipsen
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mit den Händen flattern
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mit dem Fuß oder Knie wippen
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den Körper hin und her bewegen
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bestimmte Oberflächen immer wieder berühren
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an Gegenständen drehen oder spielen
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weiche Materialien drücken oder kneten
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summen oder bestimmte Geräusche wiederholen
Manche Menschen stimmen ganz unbewusst, andere setzen bestimmte Bewegungen oder sensorische Reize ganz gezielt ein.
Stimming bei ADHS und Autismus
Besonders bekannt ist Stimming im Zusammenhang mit Autismus und ADHS.
Autistische Menschen können Stimming beispielsweise nutzen, um mit intensiven sensorischen Eindrücken oder Emotionen umzugehen – oder schlicht, weil sich bestimmte Bewegungen und Reize angenehm anfühlen.
Auch viele Menschen mit ADHS kennen das Bedürfnis nach Bewegung und Beschäftigung: mit dem Fuß wippen, kritzeln, mit einem Stift spielen oder während eines Gesprächs etwas in den Händen bewegen.
Stimming ist dabei nicht grundsätzlich etwas, das „abgewöhnt“ werden muss. Entscheidend ist vielmehr, ob ein Verhalten der Person guttut oder sie bzw. andere verletzt oder beeinträchtigt.
Warum stimmen Menschen?
Die Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein.
Wiederholte Bewegungen können einen vorhersehbaren sensorischen Reiz erzeugen. Manche Menschen empfinden das als angenehm, nutzen Stimming bei Anspannung oder Überreizung oder beschäftigen ihre Hände damit beim Denken und Konzentrieren.
Und manchmal gibt es gar keinen besonderen Grund: Eine Bewegung fühlt sich einfach gut an.
Genau deshalb gibt es auch nicht die eine richtige Art zu stimmen.
Taktiles Stimming: Wenn die Hände Beschäftigung suchen
Eine Form davon ist taktiles Stimming – also Stimulation über Berührung und Tastsinn.
Dafür können ganz unterschiedliche Dinge verwendet werden: Fidget Toys, Stressbälle, Stoffe und strukturierte Oberflächen, Ringe, kleine Gegenstände oder auch Knete.
Knete hat dabei eine Besonderheit: Sie gibt keinen festen Bewegungsablauf vor. Du kannst sie drücken, rollen, ziehen, formen oder immer wieder dieselbe Bewegung mit deinen Fingern machen.
Auch die Zendou Duftknete kann deshalb als taktiles Stimming- oder Fidget-Tool verwendet werden.
Stimming mit Duftknete
Zendou verbindet die weiche, formbare Textur der Knete zusätzlich mit Duft. Dadurch werden beim Kneten unterschiedliche Sinne angesprochen.
Du kannst die Knete beispielsweise:
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zwischen den Fingern rollen
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immer wieder zusammendrücken
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auseinanderziehen und neu formen
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beim Arbeiten oder Zuhören nebenbei bewegen
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ganz bewusst fühlen und den Duft wahrnehmen
Dabei gilt gerade beim Stimming: Mehr sensorischer Input ist nicht automatisch besser.
Manche Menschen lieben Düfte, andere sind sehr geruchsempfindlich – beispielsweise auch im Zusammenhang mit Autismus oder Reizüberflutung. Entscheidend ist deshalb immer, welche sensorischen Reize sich für dich persönlich angenehm anfühlen.
Welches Stimming-Tool passt zu mir?
Das lässt sich am besten ausprobieren.
Vielleicht brauchst du etwas Festes zum Drücken. Vielleicht möchtest du etwas zwischen deinen Fingern bewegen. Vielleicht magst du strukturierte Oberflächen – oder eine weiche Knete, die sich immer wieder verändert.
Zendou kann eine Möglichkeit sein, wenn du gerne knetest und gleichzeitig Düfte magst.
Das Schöne am Stimming ist: Du musst dabei nichts leisten und nichts „richtig“ machen.
Finde heraus, was deinen Händen und deinen Sinnen guttut.